05. August – 07.August Mittelaltermarkt mit Ritterturnier Mülheim an der Ruhr - Schloß Broich

1ter Tag

Nun, im schönen Monat des Erntings (also „August“ für alle Plattfische) zogen die Frendskopp aus, um dem Ruf des Broicher Marktvogten zu folgen – die Belagerung des Schlosses Broich sollte stattfinden und dazu wollten die Ritter, Tournierleute, Händler, Handwerker und anderes Gemensche unbedingt die sogenannte Musica aus unseren garstigen Sackpfeiffen und Trummen hören.

Da die Frendskopp wussten, das die Ritter, Tournierleute, Händler, Handwerker und anderes Gemensche sich in Mülhein vor nix fies sind, beschossen wir, unsere Gepungel zu laden und uns nach Broich zu begeben.

Vorausgegangen waren unzählige Proben und Geheimabsprachen unserer Musici.....da unser Proberaum zeitweilig nicht zugänglich war wurden sogar Aussenproben in den Ruhrwiesen angesetzt. Die dort zufällig vorbeikommenden Fußvölker wollten ihren Augen nicht trauen und hielten uns wohl für Aliens oder so was....Bemerkenswert war dabei auch, dass die Trommeln bei den Frendskopp scheinbar magische Anziehungskraft haben und viele vorbei kommende Pappnasen meinen, durch Ergreifen des Raschel- und Schlagwerkes sich bei den Frendskopp zu befreien versuchen oder profilieren zu müssen. Jedenfalls wurden und werden diese Trommelgrabscher wegen „Drumming Harassment“ mit dem Zornes- und Bannfluch der Geheimorganisation „Frendszorn“ belegt und mögen sich in Zukunft sehr, sehr hüten..........

Also in Broich angekommen wurden wir sehr herzlich vom verantwortlichen Haupt-Ober-Marktmukkel Micha begrüßt, der uns gleich die Bühnenpläne darlegte und uns ins üppige Catering einwies ;-).

Los gings dann schnell: Also ab in die Gewandung – die Dudelsäcke und anderes Instrumentarium gestimmt und in kleiner, aber rhythmusfester Besetzung rauf auf die Bühne und dem anwesenden Mittelalter- und Schwarzvolk was auf die Ohren zu geben.

Das Gewölk am Himmel fand sich wohl in seiner Ruhe gestört und schüttete eimerweise agressiven Mittagstau über uns aus. Kam wohl deshalb, weil wir keine Lieder wie: „Ich trete in die Pfütze“ oder „Es regnet“ oder „Red Rain“ spielten sondern eher Mittelalter-Top-40 wie: „Ai vis lo lop“, „Schraubenkitt....äh Traubentritt“ und ähnlichem Ohrgewürm. Also das Andudeln klappte wohl trefflich, Völkchen freute sich und die Frendskopp auf die kommenden zwei Tage.

 

2ter Tag:

Zusammen mit den Triskillian, Melina der Gauklerin, den Forzarellos und „Walterlein“ dem Sänger :o) , dem gelockten Märchenerzähler (dessen Name ich nicht weiß) sollte auf dem Markt ein buntes Programm auf die Holzbeine gestellt werden, an dem die Ritter, Tournierleute, Händler, Handwerker und anderes Gemensche als auch die Touris wohl ihre Freude haben sollten.

Eine Stunde früher als geplant spielten die Frendskopp das erste Set – ungefähr eine Stunde lang, noch nicht in Vollbesetzung (da es ja eine Stunde früher war und sich einige Frendsen noch auf der Kutschobahn befanden, vielleicht popelnd im Stau standen oder sich zuhause noch das Pausenbrot schmierten).

Der Mittagsauftritt in Grossbesetzung (14 Musici und solche die es werden wollen) spielten herzlich auf, daß es eine Freude war: Das Gewölk am Himmel fand sich wohl in seiner Ruhe gestört und schüttete eimerweise agressiven Mittagstau über uns aus. Kam wohl deshalb, weil wie keine Lieder wie: „Ich trete in die Pfütze“ oder „Es regnet“ oder „Red Rain“ spielten sondern eher Mittelalter-Top-40 wie „Ai vis lo lop“, „Schraubenkitt....äh Traubentritt“ und ähnlichem Ohrgewürm. ÄHH...DE JAVU?!?!
Dazu tanzten die orientalischen Schönheiten von „Gaudiarabicum“ – perfekt wie immer- mir nicht verständliche Tänze aus alter Zeit. Aylinn von Steele und Meister Grimmbart ließen sich beim „Platerspil“ sogar bei der Animation selbstopfend und hingebungsvoll am Bühnenrand naßregnen, während sich die anderen Frendsmimosen dicht unter dem Bühnendach drängten, um sich vor Starkregen in Sicherheit zu kuscheln...

Also Dudeln klappte wohl trefflich, unsere selbstgebauten Dudelsäcke hielten durch, Völkchen freute sich und die Frendskopp - obwohl schon ziemlich durch Regen, Kälte un Kollektivkritik angeschlagen - auf den kommenden Tag.

 

3ter Tag

Am dritten Tage wachten einige (dafür bekannte) Frendskopp wohl – weil die Nacht durchgefeiert und MET gesoffen - in diversen Zelten auf dem Platze auf, während andere Frendsen zu Hause üppig und edel Eier mit Heinz-Ketchup frühstückten und sogar duschten! Jaja, die Welt der Frendskopp ist vielfältig!! Es passierte ähnliches wie am 2ten Tage (oh Wunder!)..... Man vertrieb sich die Zeit zwischen den Auftritten mit fröhlichem Spontansessions, dem 400sten Wildschweinwürstchen vom Grill und dem 824sten Rollfladen mit Pilz-Käse-Appel-oder-Alleszusammenpampe und lechtzte nach Pommes Schranke mit Frikandel.....aber so ist das nun mal im Mittelalter....das Leben ist sehr beschwääärlich dort....

Dann gings zur Verlosung eines Dudelsacks, den Steffi von Miroque symbolisch einem glücklichen Gewinner übergab, nachdem sie zuvor CD´s und DVD´s ins gierige Volk warf; jeder wollte so einen Silberling erhaschen! Kamelle.....!!!!!! Der von Miroque bestellte Sackpfeiffe war wohl vom Paketdienst verschlampt worden und so musste der der Sack von Raimund von der kahlen Heidi kurzerhand herhalten. Ich sehe schon die Anzeige in der Ebay: „Dudelsack, neu, mit Anleitung von Spediteur zu verkaufen....;-)“

Hinter der Bühen feixten und kicherten derweil die Frendskopp und halfen dem Dudelsackgewinner mit Dudelunterstützung seine Ungemach am Sack zu vertuschen.....;-)

Also, alle Auftritte waren in soweit zur Zufriedigkeit verlaufen, zur Mittagzeit ca. 300 Leute vor der Bühne die „JUBEL“ oder handklappernd so was wie ZUGABE riefen.

Die Frendskopp hatten mit ihrer unschuldigen, schmerzfreien Art beim ersten grossen Auftritt viele Herzen erobert.

Der Sonntagabend war inzwischen heraufgezogen und huschhusch....waren die Frendskopp eben so verschwunden wie sie in Mülheim aufgetaucht waren....

 

Frendskopp bedankt sich:

Beim Veranstalter Burgenmarketing,
beim Vopo-Degradierer von der Wildschweinwurstbude
den Fladenköchen aus fernen Landen
den Jungstuten von der Apfelschorlehütte für den Kaffee
den lieben Helferlein aus dem Frendsdunst (Gunnarfreundin und Christophfreundin und dem gutgaunten Isabellamann) für Fotos und Plakatemalen...
und allen die hier nicht erwähnt sind....

Verlustliste:
Ein abhanden gekommener Mantel
durchweichte Gewandungen
diverse grippale Infekte und Herpes Simplex (wer hat von meinem Becherlein getrunken)
Gage, denn die wird ab sofort in Nikotinpflaster für die Backstageraucher angelegt.

 

Euer Filzmaul, der Erzmusicus

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