13. August - Mittelaltermarkt im Marienburgpark in Monheim

Morgens, 10 Uhr, Mittelaltermarkt. Die Sonne scheint.
Moment, was stimmt hier nicht? Mittelaltermarkt, Frendskopp und Sonne?! Kaum zu glauben, aber wahr. Nach einer Diskussionsrunde stellten wir fest, dass wir uns nicht täuschten und uns tatsächlich warmer Sonnenschein empfing, als wir in Monheim ankamen. Der Markt selber war eher klein und kuschelig gehalten und so zweifelten wir anfangs, ob er denn auch gut bevölkert werden würde. Nach dem Eröffnungsumzug mit allen Darstellern und Musikanten wurde aber schnell deutlich, das der Veranstalter offensiv Besucher anlocken wollte: Der Umzug ging nicht wie üblich einmal übers Marktgelände, sondern machte einen größeren Abstecher auf dem Wochenmarkt in Monheim. Die Kundschaft dieses Wochenmarktes staunte nicht schlecht, als 4 Dudelsäcke, 4 Schalmeien und unzählige Trommler der gesammelten Musikanten, sowie das Volk des Mittelaltermarktes in alter Tracht und ein vorneweg mit Keulen jonglierender Tamino an ihnen vorbei marschierten.

Nach diesem gelungenen Auftakt spielten wir unser erstes Set auf einer größeren Wiese. Auch wenn noch nicht viele Besucher auf dem Markt waren, schafften wir doch diese zu animieren und die einen oder anderen (selbstverständlich unaufgeforderten ;) "Aaahs" und "Oooohs" zu entlocken und bekamen auch sofort ein Met-artiges Getränk (was war's nun? Hat auf jeden Fall gescheppert ;) von einem Stand in unmittelbarer Nähe ausgegeben. Trotz der für unsere Verhältnisse kleinen Besetzung, die aus Grimmbart, Heidenreich, Raimund, Isabella, Markus und mir bestand, schafften wir es doch, uns gut und stimmgewaltig durch zahlreiche Animationen des Publikums und mehr oder minder sauber gespielten Stücken (die wir in altbekannter Weise bei jedem Set mischten um nicht den Eindruck zu erwecken, dass wir nur 20 Stücke hätten :) zu verkaufen. Der einzige negative Zwischenfall war eine Nachbarin, die uns mitten im 3. Auftritt unterbrochen hatte und sich von unserer "seit 12 Uhr fortwährender Musik" gestört fühlte (ja, wir von Frendskopp haben alle Pferdelungen! :) . Da die Beschwerde aber wohl eher an den Veranstalter zu richten gewesen wäre haben wir kurzerhand planmäßig weitergespielt. So ein Zwischenfall ließ sich wohl aber auch kaum vermeiden, da das Gelände des Marktes unmittelbar an ein Wohngebiet grenzte und unsere Sackpfeifen wohl doch lauter sind als wir gedacht haben.

Alles in allem traten wir über den Tag verteilt 4-mal je 30 Minuten auf, was aufkommender altbekannter Langeweile vorbeugte und unserer Spielwut zu Gute kam. Auf dem großen Abendspektakel spielten wir noch mal 3 Lieder als letzte Band und zum Abschluss das Platerspiel zusammen mit den anderen beiden Gruppen. Diese heißen "Dubia Fortuna" und "Imbellicus Animo". Letztere Truppe bestand aus einem Davul- und einem Dudelsackspieler (natürlich ein Güntzelsack), die altbekannte Marktklassiker in schnellem Stil spielten. "Dubia Fortuna" ist eine 4-köpfige Band und kommt aus Tschechien. Diese spielten Klassiker und vor allem unbekanntere, aber nichts desto Trotz schöne Melodien aus allerlei Ländern mit verschiedenen Trommeln und Lauten, sowie Fidel, Schalmeien, mehrstimmigem Gesang und virtuos gespielten Flöten. Diese Truppe gefiel uns allen sehr gut, weshalb wir ihren Klängen in unseren Pausen des Öfteren lauschten und ich mir eine CD kaufte welche mir und Grimmbart die Heimfahrt versüßte. Alles in allem war der Markt eine sehr angenehme Erfahrung (endlich hatte man mal ein festes "Wann spielt wer wo?"-Programm nach dem man sich richten konnte =): Gut durchorganisiert und hochwertige Darsteller in gemütlicher Atmosphäre, so wie es sein soll.

Und die Moral von der Geschicht´: Sackpfeifen stimmt man zuhaus´ oder nicht :-D

Grüße an:
- Tamino (die Hochseiljonglage war Klasse :)
- Dubia Fortuna (www.dubiafortuna.cz)
- Dem wohlbekannten Schankwirt vom Kirschbierstand, der uns bereitwillig Honigbier-Nachschub lieferte

Gehabt euch Wohl
Gordon, die Stimme der Vernunft